Witwe auf Schloss Böblingen
Mechthilds Eheglück zerbrach jäh, als Ludwig im September 1450 von einer Seuche dahingerafft wurde. Im Alter von 31 Jahren war Mechthild in der Blüte ihrer Jahre Witwe geworden; ihr Einfluss am Uracher Hof war entscheidend geschwächt. Außerdem kam es mit ihrem Schwager, Graf Ulrich V., dem Regenten des Stuttgarter Landesteils, zu Auseinandersetzungen wegen der Vormundschaft über ihre Kinder. Nicht zuletzt aus Verdruss darüber zog sich Mechthild auf ihren Witwensitz Böblingen zurück.
In Böblingen besaß die jugendliche Witwe einen eigenen Jagdbezirk, dessen Umfang in einer Urkunde vom September 1452 festgelegt ist. "Stolz zu Ross, den Jagdfalken auf der schönen Hand, ging sie in der seenreichen Umgebung Böblingens auf die Reiherbeize", so wird ihr Aufenthalt in Böblingen poesievoll beschrieben. Auch an ritterlichen Turnieren hatte Mechthild ihre Freude.
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